Gräben in Grolland


Eine Besonderheit unserer Siedlung sind die zwischen den Grundstücken befindlichen Gräben, sowie die zu und abführenden Fleete.

 

Bei den Gräben handelt es sich um Entwässerungsgräben, auch wenn das Wasser im Sommer gerne zur Gartenbewässerung genutzt wird.

 

Sie geben unserer Siedlung einen besonderen Charakter und bieten nicht nur Wasservögeln eine Heimat sondern beherbergen auch kleine Fische, Amphibien und natürlich Wasserpflanzen.

 

Ein Schauspiel besonderer Art ist es, wenn man im Frühsommer die Kaulquappen, die sogenannten "Pillepocken" in wahren Mengen beobachten kann. 



Diese verwandeln sich dann in kleine Kröten, die durch unsere Gärten hüpfen. 

  

Eine Kaulquappe mit Beinen

 

Man muss schon genau gucken um die kleinen Frösche zu sehen


Ausgewachsene Frösche veranstalten in lauen Sommerabenden ausgiebige Konzerte, die einem das Gefühl vermitteln auf dem Land und nicht mitten in der Stadt zu wohnen.

 

 

 

 

Auch die ausgewachsenen Frösche können sich gut tarnen.

 

Da es in Grolland keine Regenwasserkanäle gibt, dienen diese Gräben nicht nur Flora und Fauna als Lebensraum, ihre Aufgabe ist vielmehr die Ableitung des Regenwassers. Wobei der biologische Faktor in den letzten Jahren eine stärke Gewichtung erhalten hat. Während in früheren Jahren der Graben immer gerade sein musste und die Ufer steil waren, wird heute auch eine Bucht akzeptiert und insbesonder flache Uferbereiche. 

 

Die fehlenden Regenwasserkanäle machen sich immer stärker bemerkbar. Alle Grundstücke haben von der Planung her sogenannte Grupen oder Grüpen. Hierbei handelt es sich um kleine Gräben, die hinter den Hecken verlaufen und die an der Grundstücksseite zu den Gräben führen.



Hierbei teilen sich im Regelfall zwei Nachbargrundstücke eine Ableitung. Da in den letzten Jahren diese Grüpen immer mehr zugeschüttet werden und die Grundstücke bei Um- oder auch Neubauten so gestaltet werden, dass das Oberflächenwasser zur Straße hingeleitet wird, bilden sich bei Starkregen oder auch einfach bei einer längerfristigen Regenperiode nicht nur Pfützen sondern schon kleine Seen auf unseren Straßen.

 

Gerade bei Starkregen ist ein gut funktionierender Graben wichtig, um die Wassermassen abzuleiten und zu verhindern, dass unsere Grundstück "absaufen".

Nach der gesetzlichen Regelung sind die Grundstücksbesitzer für die Reinigung der Gräben zuständig. Während es früher noch eine Grabenschau auch für die Gräben zwischen den einzelnen Grundstücken gab, nimmt der Deichverband heute nur noch eine Schau bei den Gräben vor, für dessen Pflege er verantwortlich ist. Die fehlende Kontrolle entbindet die Grundstückseigentümer jedoch nicht von der Bestimmung und Verpflichtung zur Pflege des Grabens.

 

Detaillierte Auskünfte gibt es beim Bremischen Deichverband am linken Weserufer, Tel. 0421/333060 oder beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Tel. 0421/3615478. Dort gibt es auch einen Flyer zur richtigen Grabenpflege. 

http://www.deichverband-bremen-alw.de/fileadmin/download/Grabenunterhaltung.pdf