Lohnenswerte Diskussion mit Bausenator

 

Verkehr, Recyclinghof, Puff, Biomülllager und B-Plan waren die Themen

 

Rund 80 Grollanderinnen und Grollander waren am Donnerstag, 7. Dezember der Einladung der Siedlergemeinschaft zur Diskussion mit Umwelt-, Bau- und Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse (Grüne) in den Saal des Gemeindehauses gefolgt. Der Meinungsaustausch wurde von Gast und Teilnehmern als sachlich und zielführend gewertet.

 

Fünf Themenblöcke, Schließung des Recyclinghofes am Wardamm, Schaffung einer Biomüllsammelstelle an der Barkhausenstraße in Warturm, Probleme mit dem Durchgangsverkehr, die Ablehnung eines Bordells an der Duckwitzstraße und die Wünsche nach Veränderungen am Bebauungsplan Nr. 1922, stukturierten die Debatten. Dabei hatte vonseiten der Siedlergemeinschaft jeweils ein Mitglied ins Thema eingeführt. Senator Lohse kam gut vorbereitet in die Versammlung und nahm sehr sachbezogen Stellung.

 

So machte er Hoffnung, dass die Annahme von Grünschnitt am Wardamm auch über die geplante Schließung zum 1. Juli hinaus möglich bleibt. Die Rekommunalisierung der Abfallwirtschaft in Bremen lenke zunächst andere Probleme in den Fokus der Verwaltung. Über die vorgebrachten Forderungen aus der Versammlung, nach konkreten Nutzerzahlen werde nachgedacht. Lohse geht davon aus, dass der Recyclinghof noch mindestens zwei Jahre seine Angebote aufrecht erhalten könne.

 

Beim Thema Biomüllsammelstelle in Warturm vertrat Lohse rigoros den Standpunkt, dass es von dort keine negativen Auswirkungen für die Siedlung geben werde. Die Entscheidung, Bioabfälle künftig in Bohmte einer Behandlung zur Stromgewinnung zuzuführen sei richtig und die ökologisch beste Lösung.

 

Zum Thema Verkehr wurde durch die Siedler vorgetragen, dass man Maßnahmen zur Verringerung des Durchgangsverkehrs, insbesondere durch die Grollander Straße und das Vorfeld wünsche. So könne eine Gewichtsbeschränkung von 12 auf 7,5 Tonnen dem Lkw-Verkehr entgegenwirken. Eine Einbahnstraßenregelung Am Vorfeld ab Grollander Straße bis Stedingsehre wirke der Stauumfahrung von B 75 und Emslandstraße entgegen. Am wirkungsvollsten sei eine Ausweisung der Siedlung als „nur für Anlieger frei“, der Senator sagte zu, diese Vorschläge ans zuständige Amt für Straßen und Verkehr weiterzugeben.

 

Beim Thema Baugenehmigung für ein Bordell an der Duckwitzstraße erläuterte Lohse, dass es rechtlich nicht möglich gewesen sei, den Bauantrag abzuweisen. Wer etwas gegen Prostitution unternehmen wolle dürfe dafür nicht seine Behörde in Anspruch nehmen, sondern müsse die Auseinandersetzung in der Gesellschaft und mit der Legislative aufnehmen.

 

Dem Wunsch der Siedlergemeinschaft, die Bebauungsplanung für die Siedlung zu aktualisieren steht auch in den Augen Lohses die Arbeitsüberlastung der zuständigen Stellen im Wege. Weil der Prozess der Vorbereitungen und Absprachen mit der Behörde aber schon weit gediehen sei, versprach er eine erneute Nachfrage bei den zuständigen Stellen, ob das Verfahren fortgeführt werden könne.